Als eine der großen Altbestandsbibliotheken Baden-Württembergs widmet sich die Universitätsbibliothek (UB) Freiburg der systematischen, hochwertigen und nachhaltigen Retrodigitalisierung historischer Bestände für die Forschung, Lehre und Studium. Zu den Historischen Sammlungen der UB Freiburg gehören Papyri, mittelalterliche und neuzeitliche Handschriften, Inkunabeln, Alte Drucke des 16.-18. Jahrhunderts sowie Nachlässe. Aktuell sind 3,9 Millionen Seiten digitalisiert und online zugänglich. Bei der Erstellung der Digitalisate spielen Anwendungsszenarien der Digital Humanities eine zunehmend zentrale Rolle. In lokalen Katalogen, medienspezifischen Nachweissystemen sowie (über)regionalen und internationalen Portalen wie z.B. dem Handschriftenportal, der Europeana oder der Deutschen Digitalen Bibliothek, wird das schriftliche Kulturerbe nicht nur sachgerecht erschlossen und präsentiert, sondern zugleich mit retrodigitalen Bibliotheken weltweit vernetzt. Die Umsetzung der Digitalisierungs- und Erschließungsstandards erfolgt im Rahmen einer gemeinsamen Digitalisierungsstrategie der wissenschaftlichen Altbestandsbibliotheken des Landes Baden-Württemberg auf der Grundlage einschlägiger Richtlinien und Konzepte der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Die UB Freiburg agiert in diesem Netzwerk als Kompetenzzentrum für die Region Südbaden.
Gemäß der Open-Science-Strategie der Universität Freiburg setzt die UB mit der Software-Suite Kitodo auf eine Open-Source-Lösung, um den Digitalisierungsworkflow und die Bereitstellung der Digitalisate weiter zu automatisieren und zu optimieren. Mit den neuen Systemen können Digitalisate von Handschriften, alten Drucken und Inkunabeln noch effizienter und in höchster Qualität erfasst und bereitgestellt werden.